Neue Medien in der Lehre an Universitäten und Fachhochschulen
Auf der Basis eines Rahmenkonzepts aus dem Jahr 2000 wurden zwischen 2001 und 2006 Anschubinitiativen zur Qualitätsverbesserung der Lehre unter Einsatz sogenannter neuer oder digitaler Medien durchgeführt:
Mit den insgesamt EUR 18,6 Mio (inkl. WU-Projekt: learn@WU, Infrastruktur- und ESF-Projekte) wurden folgende Ziele verfolgt:
- Unterstützung der Pioniere in der innovativen und kreativen Nutzung der neuen Medien zur Verbesserung der Qualität der Lehre für Präsenzstudierende und Studierende mit besonderen Bedürfnissen;
- Verankerung der Weiterentwicklung der Projekte und Strategien zur Nutzung neuer Medien für die Wissens- und Informationsvermittlung in den Universitä-ten und Hochschulen;
- Aufwertung der Lehre (Preisträger und Finalisten beim Medida-Prix: ausgezeichnete Projekte: Geschichte Online und Salzburg: Flexibles Lehr/Lern-Zentrum; Finalisten: Uni Wien: eBologna; MatheOnline; DMA (digital Media for artists der Kunst-Uni Linz); Delta 3: Kooperationsprojekt TU Wien, Uni BOKU, Akademie der Bildenden Künste);
- Entwicklung von Uni-Lehrgängen unter Nutzung neuer Medien als Angebote für Studierende mit besonderen Bedürfnissen.
Die Umsetzung wurde von einer Steuerungsgruppe begleitet. Die Ausschreibungen, Bewerbungen und Bewertungen durch Juror/inn/en und Expert/inn/en erfolgte elektronisch. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war diese Online-Form auch im europäischen Kontext ein gelungenes Beispiel für innovative Verwaltung.
In sechs Jahren und mit im internationalen Vergleich geringen Mitteln waren die Initiativen sehr erfolgreich. Sie haben zu folgenden Ergebnissen geführt:
- Gründung und Etablierung des Netzwerks „Forum neue Medien Austria"
- nachhaltige Projekt- und Prozessentwicklungen
- Auseinandersetzung mit Blended Learning-Strategien in den Leitungsebenen der Universitäten und Fachhochschulen
- Entwicklung und Implementierung von Blended Learning-Strategien an einigen Universitäten
Ein wesentlicher Faktor dieses Erfolgs war die persönliche Begleitung der Weiterentwicklung und der Implementierungsphase durch externe Expert/inn/en sowie die vertraglich vereinbarte dreijährige Wartungs-Phase bei den Projekten. In fast allen Universitäten und Hochschulen unterstützen die neuen Medien die Verwaltung des Lehr- und Prüfungswesens. Der Ausbau des Einsatzes von Blended-Learning-Angeboten liegt jetzt bei den Universitäten und Hochschulen selbst. Die dafür notwendigen Mittel über den Routinebetrieb hinaus sind – für die Universitäten – bei den Leistungsvereinbarungen zu verhandeln.
Themen, die in der Zukunft einen hohen Stellenwert haben sollten, sind:
- Konzentration auf die Bedürfnisse der Studierenden
- Vorsorge für didaktisches Know How der Lehrenden
- Erhöhung der Wertschätzung der Lehre.
Präsentation der Ergebnisse des Programms „e-Strategie“
Die Ergebnisse des Programms „e-Strategie“ werden in einer Co-Conference anlässlich der 17. fnm-A-Tagung am 27. November 2008 an der FH Wien – Studiengänge der WKW präsentiert werden.
Stand 14. Juli 2008